Der Weg ist das Ziel I

Dieser alte Spruch gewinnt an Relevanz fürs Business. Wie das?

Eigentlich wollte ich heute einen schönen Sonntag Nachmittag Spaziergang machen. Und dann: Mistwetter, graugrau und Schneeregen. Was jetzt? Vielleicht eine prima Gelegenheit, ein paar Zeilen darüber zu schreiben, warum uns Resilienz als handlungsweisende Maxime demnächst bessere Dienste erweisen könnte als das gewohnte planen und Ziele setzen.

„Der Weg ist das Ziel“. Lange wurde das als wohlklingende und realitätsferne Pseudoweisheit der Paulo Coelhos dieser Welt abgetan.

Und: „Wer kein Ziel hat, darf sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt.“ So oder ähnlich wird seit Jahrzehnten an die geradezu lächerliche Selbstverständlichkeit erinnert, dass vernünftiges Wirtschaften ohne klare Ziele schlicht nicht funktionieren kann.

Beim Lesen von Dave Snowden’s Blog vom 24.2.2013 (http://cognitive-edge.com/blog/entry/5874/the-narrative-papers/) bin ich wieder mal über seine Unterscheidung zwischen idealistischem und pragmatischem Handeln gestolpert. Eine Unterscheidung, die mir schon seit einiger Zeit dabei hilft, mit dem Phänomen der zunehmend weniger vorhersehbaren Zukunft einigermaßen zurecht zu kommen.

Der idealistische Ansatz nach Snowden lautet: „Definiere einen zukünftigen Zustand und schließe die Lücke“. Dem stellt er den pragmatischen Ansatz entgegen: „Arbeite mit der Gegenwart, in Richtung auf eine resilientere, wenn auch unvorhersehbare Zukunft“.

Auch ich habe mich lange als Verfechter des idealistischen Weges verstanden. Mein Mantra war: Benenne dein Ziel, bilanziere deine Ressourcen, finde eine Strategie, die beides verbindet. So einfach, so brauchbar in Zeiten halbwegs sicherer Zukünfte. Und so wenig hilfreich, wenn die Spanne, die wir in die Zukunft sehen können, immer kleiner wird.

Seit wir unwiederbringlich, wie es scheint, ins Zeitalter permanenter Veränderungen eingetreten sind, müssen wir umdenken. Niemand verlangt von uns, dass wir uns keine Ziele mehr setzen! Wir brauchen andere Ziele. Realisten haben sich schon immer nach der Erkenntnis verhalten: „Niemand kann heute wissen, was er morgen wollen wird.“

Demnächst weiter …

Danke für Ihr Interesse!

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